Mittwoch, 3. Oktober 2012
Amuse-Gueule #1
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Der Kongreß
Joseph Roth, in: Ders., Panoptikum. Gestalten
und Kulissen, München 1930.
Der Morgen versprach nichts Böses. Gegen acht Uhr begann das
gewöhnliche Lied des nachbarlichen Kanarienvogels, gegen halb neun Uhr der
lamentierende Gesang der Straßenhändler und Ausrufer, der das Aufstehen
erleichtert und auch an kalten Tagen die Vorstellung von der Ankunft des
Frühlings erzeugt. Dann wurde es still. Der Tag schöpfte Atem, eh' er begann.
Eine kurze Viertelstunde war es wieder so still wie in der Nacht zwischen drei
und vier, wenn die Laternen erlöschen und die Automobile vergessen sind, als
wären sie niemals erfunden worden. In allen Zimmern begannen diskrete
Wasserleitungen zu summen, und in der Zentralheizung klirrte es hell und auch
ein wenig geheimnisvoll (die einzige Minute im Tag, in der man sich vorstellen
könnte, daß Geister einheizen). Ein Tag sollte beginnen, ein gesunder, normaler
Tag mit einem schwarzen Kaffee in weißer Schale auf einem dunkelbraunen
Tablett, mit blanken Schuhen vor der Tür, mit einem weißen Brief im Postfach
und einem leisen Geruch von Menthol und Mundwasser, den erst die warmen
Strahlen der Mittagssonne auflösen.
Donnerstag, 27. September 2012
Wir sind auch auf Twitter!
So langsam wird's ernst und die Tagung der GfM rückt in greifbare Nähe!
An dieser Stelle möchten wir darauf aufmerksam machen, dass wir dieses Jahr auch auf Twitter zu finden sind! Hier werden wir während der Tagung auch alle News twittern. Wer schon auf der Plattform ist, ist eingeladen, uns zu folgen! Alles unter:
https://twitter.com/gfm12_ffm
Vielen Dank, Hilke-Gesa Bußmann
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